Samstag, 23. September 2017
StartseiteImpressumIntern
Home Skandinavien
Skandinavien

10430 Kilometer. 32 Tage. Mitternachtssonne. Nordkap. Mit einem alten VW LT quer durch Europa: Österreich - Tschechien - Polen - Litauen - Lettland - Russland - Norwegen - Schweden - Dänemark - Deutschland.

Gut ein Monat sind Thomas und ich quer durch (Nord)Europa getourt. Es ist kaum möglich, alle Eindrücke, die man auf so einer Fahrt durch dick und dünn gewinnt, wiederzugeben. Ich habe mein Bestes getan, um einige Erlebnisse aus dieser wunderschönen Reise ein Wort und Bild zu fassen.

Viel Spaß beim lesen!


Info:
Nicht alle Bilder sind in den Reiseberichten enthalten. Diese finden sich, passend zu den Berichten sortiert, in der Galerie.

Alle Berichte:



Los gehts... Drucken E-Mail
Dienstag, 26. Oktober 2010 um 19:46
Etwas später als geplant starteten wir nun doch - zumindest Thomas und ich. Unser Begleitfahrzeug ist uns leider abhandengekommen ;-).

Alles fertig? Alles eingepackt? Nach ein paar Mal Verschieben scheint es immer noch recht unglaubhaft, dass es _wirklich_ losgeht. Aber so wie Thomas und ich uns ins Zeug gelegt haben, mussten wir ja irgendwann fertigwerden. Allerdings wäre das alles ohne die viele Hilfe meiner Eltern nicht möglich gewesen, vielen Dank an dieser Stelle.
( - user rating )
eigentlich schläft es sich ganz gut... Drucken E-Mail
Freitag, 29. Oktober 2010 um 18:41

...in unserem Bus. Die erste Nacht an einem Rastplatz war etwas durchwachsen, was aber vor allem daran lag, dass wir noch nie darin geschlafen haben. Und wenn dann alle drei Stunden ein Auto kommt, Leute aussteigen und gefühlte 27,8 Stunden ums Auto schleichen, dann ist das dem Schlaf nicht gerade zuträglich. Aber, wie gesagt - reine Gewohnheitssache.

Nach der ruhigen Fahrt nach Polen haben wir in den Abendstunden Krakau erreicht, natürlich in der Rushhour. Wenige Stunden davor mussten wir durch eine Polizeikontrolle. Die in Tschechien sehr präsente Polizei interessierte sich allerdings nur für unsre Pässe und unser altes Gefährt, nach einem amüsierten Lächeln konnten wir wieder von dannen ziehen.
( 3 - user rating )
Lithuania, wir kommen ... Drucken E-Mail
Montag, 01. November 2010 um 20:57
Nicht ganz so früh wie geplant verließen wir den Campingplatz in Krakau. Früh deshalb, weil immerhin gut 800 Kilometer auf dem Programm standen. Die Distanz sollte in ca. 13 Stunden mit Pausen schaffbar sein - wieder einmal ein Tag, der nur fürs Fahren "draufgeht".

Auch mein Freund in Kaisiadorys erklärte mir, dass es wohl eine lange Fahrt werden würde - die Straßen in Polen seien schlecht, der Verkehr furchtbar.

Voller guten Dingen ging es dann also Richtung Lithuania ;-). Über Stock und Stein, rauf und runter kamen wir unserem Ziel immer näher - wenn auch nur langsam. Die Hauptstraßen waren in sehr guter Verfassung, vor allem die Autobahnen in Polen müssen den Vergleich mit den österreichischen nicht scheuen.
( 1 - user rating )
goodbye Lithuania, hello Russia Drucken E-Mail
Freitag, 12. November 2010 um 21:20
In den letzten Tagen habe ich mich fast daran gewöhnt, englisch zu sprechen, fast schon englisch zu denken, wenngleich mein Englisch schlichtweg furchtbar ist.

Nach dem frühmorgentlichen Schwimmen gab es ein deftiges Frühstück, bestehend aus Eiern, Zwiebeln, Speck und dazu ein Schwarzbrot. Davor gab es noch ein paar Kleinigkeiten am Auto zu reparieren - ein Kurzschluss bei der Rückfahrlampe und der Generatorriemen war furchtbar locker - bemerkbar durch ein undankbar lautes quietschen, wenn die entladene Batterie nach Strom verlangte.

Gestärkt und frisch gebadet machten wir uns - wieder einmal später als geplant - auf den Weg nach Russland. Vom See aus quer durch Litauen nach Lettland, wo ganz im Norden ein Grenzübergang zu Russland ist.
( - user rating )
St. Petersburg - Teil 1 Drucken E-Mail
Samstag, 20. November 2010 um 19:04
Nach einer überaus erholsamen Nacht, die wegen der Strapazen am Vortag (leider) bis fast Mittag dauerte, erreichten wir St. Petersburg endlich in den frühen Nachmittagsstunden. Der erste Stop führte uns zur Baumarktkette OBI, denn bei der Schiebetür hinten rechts ging eine Schraube verloren. Wegen dem defekten Gewinde wollte keine so recht passen - so erfüllt eine halbwegs passende Schraube bis heute ihren Zweck, und fällt bei jedem dritten Mal Tür schließen heraus.

Die Verlängerung der Europastraße M18 führt direkt ins Zentrum der Stadt. Dank bis zu vier Spuren pro Richtung ist ein gutes Vorankommen gesichert, wenn nicht, dann erfinden die Fahrer - gemäß den Verkehrsregeln in Osteuropa - einfach eine neue Spur. Wird zwar etwas eng, aber was soll‘s.
( 1 - user rating )
St. Petersburg - Teil 2 Drucken E-Mail
Samstag, 20. November 2010 um 19:05

Nevskiy Prospekt, Petergof, Hermitage, Gostiny Dvor ...

eigentlich hatten wir uns viel vorgenommen für den zweiten Tag in St. Petersburg - schließlich gab es ja noch genug Sehenswürdigkeiten welche wir noch nicht gesehen haben. Auf der To-Do Liste standen z.B..

* Nevskiy Prospekt(Hauptstraße)
* Gostiny Dvor (Einkaufszentrum)
* Hermitage (Winterpalast)
* Petergof (Schloss, ca. 40 km von St. Petersburg entfernt)
* "Savior on the blood" Tempel
* usw...

( - user rating )
nordwärts in großen Schritten. Drucken E-Mail
Montag, 06. Dezember 2010 um 18:58
Wegen der Montags geschlossenen Hermitage beschlossen wir, einen Tag länger in St. Petersburg zu verweilen, um dem Museum aller Museen in der Stadt einen Besuch abstatten zu können - zudem Thomas mit dem internationalen Studentenausweis freien Eintritt hat.

Dank sehr ausgedehnter Nachtruhe waren wir erst am frühen Nachmittag wieder in der Stadt - diesmal mit dem Auto, um nicht wieder Taxidienste in Anspruch nehmen zu müssen. Parken ist in St. Petersburg kein Problem, eine Gebührenverordnung scheint es nicht zu geben, ausgeschilderte Parkplätze waren in der ganzen Stadt kaum zu sehen und geparkt wird prinzipiell am Fahrbahnrand. Theoretisch hätten wir (natürlich nicht offiziell) keine 200m von der Hermitage entfernt direkt im Zentrum campieren können - zum Nulltarif. In Anbetracht der hohen Kosten und des desolaten Zustandes von Camping Olgina wäre das auch die wesentlich bessere Entscheidung gewesen.
( - user rating )
Murmansk Drucken E-Mail
Mittwoch, 08. Dezember 2010 um 16:26

Die Hafenstadt im Norden liegt auf der östlichen Hangseite am Meer. Stärker als sonst überall in Russland ist hier das Militär präsent. Ausgestellte Panzer, Flugabwehrgeschütze und Statuen oder Gedenkstätten sind keine Seltenheit. Auf dem Hügel nordwestlich des Hafens thront eine große Statue eines Soldaten, die an den Krieg erinnern soll, mehrere Kränze aus Blumen liegen ihr zu Füßen und eine nie erlöschende Fackel flackert im Wind.

( - user rating )
Norwegen Drucken E-Mail
Freitag, 24. Dezember 2010 um 10:19
Klingt hart, ist aber so - doch erstmal ganz von vorne: Der gestern gefundene Schlafplatz entpuppt sich als das so ziemlich schönste, was wir seit einiger Zeit gesehen haben. Sauberes Wasser, schöne Landschaft - und angenehme Temperaturen - zumindest im Freien. Das Wasser war 3cm kal.... ähm 15°C warm, was uns aber nicht von einem erfrischenden Schwimmer abhalten konnte. Kurz darauf eindeckte auch ein Fischer das kleine Gewässer für sich (im Gegensatz zu den restlichen bisher gesehen Seen war dieser nicht komplett tot).


( - user rating )
nördlich, nördlicher, 71° 10' 21" Drucken E-Mail
Freitag, 24. Dezember 2010 um 12:44
Nach diesem fahrerisch sehr anstrengenden Tag war die Freude groß, endlich den nicht unbedingt tollsten, dafür aber nördlichsten Punkt unserer Reise zu erreichen, das Nordkap.

Bis dorthin waren es zu Tagesanbruch (ca. 14:00 Uhr in Thomas' und meiner Zeitrechnung) noch gut 100 Kilometer. Die endlos sich entlang der Steilküste dahinschlängelnde Straße wurde nur einmal unterbrochen - von einer Mautstelle. Ca 280NOK (€22) sind für die einmalige Benützung des Straßentunnels, der den falschen nördlichsten Punkt Europas - das Nordkap - mit dem Festland verbindet. In Wirklichkeit ist nämlich nicht das Nordkap, sondern das Nordkinn der nördlichste Punkt Europas. Das Nordkap liegt lediglich auf einer Insel, die durch den besagten Straßentunnel mit dem Festland verbunden ist. Touristisch natürlich wesentlich lukrativer als das Nordkinn, das ca. 20km östlich liegt und nur über einen 14km langen Trampelpfad erreicht werden kann, Einsamkeit pur! Dafür war man dann aber auch am "richtigen" nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes.
( - user rating )
Tromsø Drucken E-Mail
Samstag, 25. Dezember 2010 um 09:40
Ich könnte mich jetzt ja wiederholen, Norwegen ist schön, Meeresduft, blablabla... Stimmt alles, aber zu den wirklich "neuen" Dingen:

Tromsø, die Universitätsstadt des Nordens, liegt Großteiles auf einer Insel, welche über zwei imposante Brücken mit dem Festland verbunden ist. Im Gegensatz zu den Brücken in z.B. Russland bauen jene in Norwegen meist sehr hoch, um sich das Aufklappen zu ersparen.
Viel Zeit hatten wir dort nicht eingeplant, eigentlich wollten wir die Fahrt richtung Lofoten fortsetzen. Dennoch entschieden wir uns für einen kurzen Zwischenstopp in der Stadt, die sehr kompakt wirkt - vermutlich deshalb, weil viele Einwohner auf den umliegenden Inseln wohnen. Das Stadtzentrum wirkt gemütlich, doch unser Ziel ist ein anderes, das "Polarium" sollte lt. Internet sehenswert sein - eine Info die wir unbedingt überprüfen mussten.
( - user rating )
Die Lofoten, eigentlich der Lofot - oder Luchsfuß? Drucken E-Mail
Mittwoch, 29. Dezember 2010 um 12:23

Die Lofoten, eigentlich der Lofot - und überhaupt: Luchsfuß!

Wikipedia lässt grüßen, eigentlich heißt es Lofot, nicht Lofoten, es ist ja der Luchsfuß, nicht die Luchsfüße.
Sei es wie es sei, ca. 80 Inseln gehören zum Lofot, bis zu 100km vom norwegischen Festland entfernt. Einerseits das ruhige norwegische Meer, anderseits der stürmische Atlantik. Meereshöhe und doch gut 1200m hohe Berge. 
Nur - ich träume schon wieder, eigentlich sind wir ja noch nicht soweit, sondern ca. 150km nordöstlich, kurz nach Tromsø, wo die Fähre nun endlich gefahren ist. Morgenstund‘ hat Gold im Mund, endlich mal ein Tag, wo wir vorankommen - oder auch nicht, das Insel-hopping hat nämlich begonnen.
Mal übertags via Fähre, mal untertags durch den Tunnel sind die Inseln verbunden. Oft liegen zwischen den Fähren nur ein paar wenige Kilometer, was für uns bedeutete, mehr Zeit auf der Fähre als im Fahrzeug zu verbringen - hat ja auch was.

( 1 - user rating )
Sieben Schwestern, Geiranger und Dalsnibba Drucken E-Mail
Freitag, 31. Dezember 2010 um 17:13
Wieder einmal ist uns die Überschrift ein paar Kilometer voraus, eigentlich waren wir ja erst vor kurzem in Bodo angekommen. Die Tage wurden merklich länger, der Kompass zeigte unbeirrbar Richtung Süden.
Unweit von Bodo zieht sich eine Gletschermoräne bis fast auf Meeresniveau das Tal hinunter. Schade, dass wir so weit weg waren, die hätte ich mir gerne aus der Nähe angesehen. Den Gedanken, hinüberzupaddeln verwarfen wir Aufgrund der recht niedrigen Temperaturen wieder. Auf dem Weg ins Landesinnere, um ein paar Kilometer zu spulen, zwangen uns noch wenige Fähren aufs Wasser, bis dann endgültig die E6 wieder unter den Rädern war. Das gehopse mit den Fähren war zwar schön, aber alles andere als effizient.


( 1 - user rating )
teuer, teurer, Oslo! Drucken E-Mail
Samstag, 01. Januar 2011 um 15:30

Die Metropole im Süden erreichten wir erst spätabends. Geplant war, etwas außerhalb zu übernachten da es in den Städten erfahrungsgemäß etwas "unruhig" ist. Wir verpassten aber die letzte Ausfahrt und fanden uns Augenblicke später auf der vierspurigen Autobahn stadteinwärts wieder. Noch relativ weit vom Zentrum entfernt fand sich eine Sportstätte mit einsamem Parkplatz, kaum Häuser herum und fernab von jedem Trubel - perfekt als Standplatz.
( - user rating )
sind wir schon da? Drucken E-Mail
Samstag, 01. Januar 2011 um 16:47
Nachdem die Fähre für Normalsterbliche eindeutig zu teuer ist - zumindest wenn die vorhaben "last-minute" zu buchen, blieb uns doch nur der Landweg, um wieder nach Mitteleuropa zu kommen. Die Fahrt von Oslo über Göteborg, Malmö und Flensburg bis nach Hamburg dauert lt. "Laura" 11 Stunden, in der über 1000km geschafft werden müssen. Na dann mal los.
( - user rating )
Hamburg Drucken E-Mail
Samstag, 01. Januar 2011 um 23:20
Excuse me, do you... ahh, die sprechen ja Deutsch?

Mit Euro bezahlen? Verstanden werden? Kreditkarte? All das war bis vor kurzem eigentlich nicht selbstverständlich - doch Deutschland macht’s möglich. Ganz schön ungewohnt. Aber Internet haben sie keines - zumindest nicht öffentlich. Denn eigentlich wollten wir auf einem Campingplatz übernachten, doch leider war nirgends Internet zu finden, und €2 für die Stunde war uns zu viel (da geht‘s ums Prinzip ;-) ). Lustigerweise gibt’s ja nicht mal beim MC-Donalds in Hamburg freies Internet, wie man es auch in Österreich gewohnt ist.
( 1 - user rating )
Route (Statistik) Drucken E-Mail
Samstag, 08. Oktober 2011 um 17:46

skandinavien_map.jpg

Ein Klick auf die Karte öffnet diese in einem neuen Fenster, wo die Tracks im Detail betrachtet werden können.

Die Reise führte uns von Österreich über Deutschland, Tschechien, Polen, die baltischen Staaten und Russland ans Nordkap, über Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland wieder zurück nach Österreich.

Die Reise führte uns von Österreich über Deutschland, Tschechien, Polen, die baltischen Staaten und Russland ans Nordkap, über Norwegen, Schweden, Dänemark und Deutschland wieder zurück nach Österreich.

Ein wenig Statistik:

Wir waren 183,10 Stunden unterwegs, 41,4% dieser Zeit waren wir zwischen 80 und 100 km/h unterwegs, 30% zwischen 60 und 80 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 55,69 km/h. Insgesamt haben wir 112961 Höhenmeter überwunden, die minimale Höhe war -55m, die maximale 1516m. Durchschnittlich bewegeten wir uns auf 171,7m Meereshöhe.

Der GPS Track besteht (bereinigt) aus 36698 Trackpunkten, aufgezeichnet wurden weit mehr als 400000.

( - user rating )