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Audi V8 Import aus UK PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 19. Oktober 2010 um 19:57 | Bereich: Blog | Kategorie: Auto

Prolog ;-)
Irgendwann hat ja jemand Names Bastian mir so einen Ebay-UK Link geschickt, und irgendwann hat so ein Spinner wie ich auf "Sofort-Kaufen" geklickt - der wiederum unter mächtigem Einfluss seines Arbeitskollegen gestanden hat, aber das ist eigentlich eine ganz andere Geschichte.
Nur eines hat der Absender des Ebay-UK Links nicht bedacht, dass ich doch tatsächlich diesen Kübel kaufen würde. Hab ich aber. Wenn ich Bastian wäre, hätte ich ja schön langsam von UK-Imports die Schnauzte voll, hatte er aber nicht, im Gegenteil, wir holten noch einen dritten Mann und Freund namens Wolfgang ins Boot und reisten, unserem Hobby unwürdig, mit dem Flugzeug auf die Insel.

Ab auf die Insel!
Meine Alltagsprostituierte (ein Audi 100) brachte uns entgegen aller Zweifel (eine Spur, die glücklicherweise am Verdampfen war --> Kondenswasser schockte uns frühmorgens im fahlen Licht alle) sicher nach München, schwitzte dabei jedoch aus allen Poren (mein Deo war machtlos) und verabschiedete uns mit einer Öl-Duft-Note in die Luft. Bis zum Abflug sollte es aber doch noch ein wenig dauern, nach dem Frühstück hatten wir auf einmal ein anderes Gate, eine andere Maschine und einen anderen Sitzplatz - achja, nicht zu vergessen, natürlich auch eine andere Abflugzeit - nämlich später.
Während dem Rollen zur Piste ging es zu wie auf einem frühen Jahrmarkt, Sitzplätze wurden feilgeboten und getauscht um doch noch einen Platz in der Nähe der Holden zu ergattern, sehr zum Missfallen der Stewardessen, die sich dann auch noch um ein Kind kümmern musste, das (ihrer Auffassung nach) Angst vom Notausgang hatte. Egal, 1100km später waren wir zwischenfallslos in London gelandet und saßen nach ersten Orientierungsproblemen im sündhaft teuren Bus (58 Pfund für 3 Personen) nach Gatewick Süd. Von dort gings mit Dumpingpreisen weiter Richtung Süden, bis nach Brighton.

Die berühmte Brighton Pier konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, außerdem mussten drei hungrige Mägen mit Fish&Chips gefüllt werden. Aber lassen wir die Bilder sprechen...
Der Wind wurde stärker, die Nervosität auch und wir saßen wieder einmal im Bus. 55! Haltestellen lagen vor uns auf dem Weg zu John, dem Verkäufer. An einem Hügel müssen wir aussteigen, meinte er, und jeder Hügel schien uns der Richtige zu sein. Dann, nach knapp einer Stunde Busfahrt durch teils wundervolle hügelige Landschaft entlang der Küste und Kalkfelsen abseits von Städten war es endlich so weit, dieser Hügel konnte nicht der falsche sein.

Nur wenige Minuten nach unserer Ankunft kam John stilgerecht mit einem Audi A6 2,8l quattro aus einer Privatstraße gerollt. Auf dem Weg zu seinem Haus säumten feinste englische Häuser, gebaut aus Backsteinen, Fachwerken etc... die Straße, mit englischem Rasen und der Umgebung entsprechend teueren Fahrzeugen. So macht wohnen Spaß, weg mit den 0815 Fertigteilhäusern, her mit den Quadratmetern und englischen Fachwerkshäusern. Doch John zerstreute so manchen Hoffnung recht bald mit dem dezenten Hinweis, dass die Gegend - erwartungsgemäß - nicht ganz billig sei.

Seine Frau empfing uns mit Kaffee und Keksen, nach einem kurzen Plausch wars dann endlich so weit - ab zum Audi V8.
Die einstige Top-Limousine von Audi war aber ein paar Häuser weiter - auf einem noch imposanteren Anwesen geparkt, wo übrigens auch die zwölf! anderen Fahrzeug Johns geparkt waren (Rolls Royce, Daimler, Jaguar, Bently, ...)
Nach einem flüchtigen Check, der doch ein wenig Arbeit offenbarte wartete eine Tankstelle schon vor Freude bebend auf uns - wen wundert's, 100L LPG und 75L Benzin tankten wir in den Langsteckenbomber, der uns unter Bastians Führung sich zu dem Guesthouse der Langdons brachte. Dort kann man übrigens zum fairen Kurs von 90 Pfund (3 Personen incl. Frühstück) übernachten, falls Eastbourne einmal auf eurer Reiseliste steht.

...und auch schon wieder zurück
Nach dem ausgiebigen englischen Breakfast chauffierte Bastian Wolfgang und mich in den Osten Englands, quer durch malerische Landstriche, vorbei an beeindruckenden englischen Landhäusern nach Birchington, wo Wolfgang zu Schulzeiten einmal war.
Dover liegt nur ca. 30km südlich, am Nachmittag erreichten wir das Fährterminal (mit beeindruckenden über 200 Spuren), wo die Überfahrt nach Calais in Frankreich 80 Pfund kostet. Für die Zeit war erstaunlich wenig los, noch dazu wo das Wochenende in greifbarer Nähe war. Die Warnweste für 10 Pfund war mir dann doch etwas zu teuer um halbwegs legal in Frankreich unterwegs zu sein – kein rentables Geschäft für wenige Kilometer.

Auf halben Weg zu Carsten in die V8 Schmiede liegt das malerische Örtchen "Brugge". Bastian kannte es aus einem Film und da es nur wenige Kilometer abseits der Route lag, stoppten wir dort. Ein Hotel war – wie in Eastbourne – schnell gefunden und für €150 ganz akzeptabel, wenn man bedenkt, dass es direkt im Zentrum war. Das nächtliche Flair in der Stadt bei dem leichten Regen zu beschreiben würde wohl einige Seiten füllen, Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte.
In einem kleinen aber feinen Restaurant wurde erstmal der Hunger mit Steak in Pfeffersauce, Steak mit Gemüse u. Lauch/Kräuterbutter und einem gulaschähnlichem Gericht gestillt. Bereit für weitere Erkundungstouren hat dann der Regen auch noch gemeint ein Wörtchen mitreden zu müssen – weshalb der kurze Spaziergang platschnass im Hotel geendet hat.

die Schmiede
Last but not least – leider der letzte Tag unseres Kurzurlaubes, der uns nach einigen sonnigen Phasen (die wir für einen Abstecher am Markt in der Stadt und eine "Tageslichbesichtigung" ;-) nutzten) viel Regen bescherte – Weltuntergangsstimmung.
Nach zwei Tagen Rechtslenker V8 hatte das Fahrzeug auch für mich seinen Schrecken verloren, so wagte ich mich hinters Steuer und nahm meine ersten RL-Fahrstunden bei Bastian – der auch mal freundlicherweise die linke Fahrzeugseite vom Feind rettete, wenn's sein musste.
Während wir uns wegen keiner auftauchenden Fehler fast schon fadisierten, spulte der V8 munter Kilometer, ähh.. pardon, Meilen herunter. Immer noch auf Gas, erst nach 450 Meilen durfte sich der Benzintank beginnen zu entleeren. Erfreut über den scheinbar moderaten Verbrauch von ca. 14l/100km (Gas) wurden wir beim nächsten Tankstop bald eines besseren belehrt, als sage und schreibe 120!! Liter in die Gas-Tanks passten. Ein Gasverbrauch von 16,5l ist doch nicht so erquickend.

Die Schmiede erreichten wir frühabends – nach wie vor bis auf ein paar Kleinigkeiten – pannenfrei. Hinten links war Wolfgang ein leichtes Poltern aufgefallen, und die Lenkung "schabte" ein wenig. Als die Bühne des vielbeschäftigten Carsten frei war inspizierten er und Jürgen – den ich bei dieser Gelegenheit auch kennen lernen durfte – den Wagen, mit zielgerichteten Blicken der beiden V8-Kenner waren schnell (fast) alle Schwachstellen aufgedeckt. Für ein 70000km Fahrzeug doch ein paar, jedoch überschaubar. Vielleicht bin ich aber auch nur Audi 100 verwöhnt ;-)
Ein paar geflossene Worte später fuhr Carsten…, verzeihung, donnerte Carsten mit seinem Ami-Pick-up nach Hause, während uns sein Schmuckstück "Christine" (natürlich ein V8) sicher nach Tirol brachte.

Epilog *gg*
Vielen vielen Dank an Bastian und Wolfgang, die mich begleitet haben, es war ein toller u. lustiger Trip. Wolfgang sollte bei einem Limousinenservice arbeiten und Bastian gehören eigentlich alle Linkslenker abgenommen, wo er die Rechtslenker doch lieber mag. Her mit der CL :D
Besten Dank auch an Carsten und Jürgen für den spätsamstaglichen Empfang und den Leihwagen.

Bis bald,
Florian

( 4 - user rating )
Aktualisiert ( Mittwoch, 20. Oktober 2010 um 09:39 )

Kommentare  

 
0 #5 liefdevolle mensen p 2016-11-24 16:53
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0 #4 Administrator 2010-10-21 20:15
zitiere mat:
wolfgang ins "Boot" holen kann ein fataler Fehler sein !!!


Wie darf man denn das verstehen ;-)?

lG
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0 #3 mat 2010-10-21 09:19
wolfgang ins "Boot" holen kann ein fataler Fehler sein !!!
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+1 #2 mat 2010-10-21 09:11
viel zu wenige pannen ;-)
viel zu schöne fotos - um NICHT neidisch zu werden !!
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0 #1 Sandmann 2010-10-20 16:58
:roll: Hey Florian,

sehr cool. Und wunderschöne Bilder, ich lese ihn gleich nochmal ;-)

Grüße vom Geschichtenschr eiber aus Kiel
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