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Trabant 601 Tschechien PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 10. Februar 2009 um 00:11 | Bereich: Blog | Kategorie: Auto

Am 09. Februar starteten wir (Daniel – unser einzger B+E Fahrer *g*, Steven und ich) nach Tschechien. Der schon so lange und mĂŒhsam eingefĂ€delte Trabant-Kauf sollte nun endlich durchgezogen werden. Konkret handelt es sich um einen Trabant 601 aus den 60er Jahren, wobei nicht mehr alles orginal ist.

Den Trailer besorgte Daniel schon am Vortag, so konnten wir gestern „zeitig“ gegen 10:00 Uhr starten. Just kurz davor hat es heftig zu schneien begonnen, das Wetter konnte also nicht besser sein :-P. Schon kurz nach verlassen meines Heimatortes forderte eine teils steile Bergstrecke viel unserem - Gott sei Dank - Allradbetriebenem Vehikel ab.


Der VW Tiguan meisterte die Strecke problemlos, und auf der anderen Seite ging es auch erheblich besser voran. Die Autobahn war grĂ¶ĂŸtenteils gut befahrbar, wenngleich Schnee und Matsch manche öfters so verunsicherte, dass es nur noch mit 40-50 Sachen dahin ging.

Unruhig wurde es erst wieder ca. 250 km weiter, als wir nördlich von Linz wieder in alpineres GelÀnde fuhren. Das Schneetreiben wurde wieder dichter, die Strasse immer rutschiger und verschneiter.

Dann, plötzlich, tauchte hinter einer Kuppe, wie es sie dort zu tausenden gibt, ein mit Warnblinkanlage abgestellter PKW auf - Stau. Mit einer beherzten Vollbremsung konnte Daniel gerade noch einen Auffahrunfall verhindern. Gerade zuvor witzelten wir darĂŒber, wo wohl die Autos geblieben sein mögen, da auf der Gegenfahrbahn keine Spur zu sehen war: Schuld daran war wohl der LKW, der sich beim Anfahren quergestellt hat und erst Schneeketten anlegen musste. Nach einigen Minuten gings dann endlich wieder weiter - erheblich vorsichtiger :-D :-D


Bis zur tschechischen Grenze fuhren wir ohne weitere ZwischenfĂ€lle durch. Wie erwartet verschlechterten sich die StraßenverhĂ€ltnisse zunehmend. 10 km nach der Grenze fuhren wir in 10, teils 20cm Tiefschnee. GerĂ€umt wurde nur sporadisch, wenn dann von Traktoren, die den Schnee nur niederwalzten. Verkehr war gleich null, die vier Stunden, was wir in Tschechien unterwegs waren, sind uns kein Duzend Autos begegnet.
Wo der Weg war, konnte teilweise nur noch erraten werden, beispielsweise auf einer riesen, weißen FlĂ€che, links und rechts ein See, und mitten durch eine ca. 2m breite Straße. Höhenunterschied zwischen Weg und dem zugefrohrenem, unter der Schneedecke liegendem See war gleich null - wir konnten nur noch mutmasen, wo die Straße verlĂ€uft.

Genau diese Bedingungen wurden uns kurz darauf zum VerhĂ€ngnis: Aus heiterem Himmel sackte die rechte Fahrzeugseite samt AnhĂ€nger weg und wir blieben unsanft stecken, noch ehe ĂŒberhaupt wer reagieren konnte. Der Alptraum: Zivilisation ade, Handyempfang?, Schnee-einöde, die in alle Richtungen gleich aussieht. Die ersten Versuche, den Wagen wieder flott zubekommen scheiterten klĂ€glich, erst nach einiger Zeit (wir gruben den halben Acker um) gelang es Daniel, das Auto wieder auf die Straße zu manövrieren, ERLEICHTERUNG!!!


Der Rest der Fahrt verlief vergleichsweise ruhig, und wir hatten Gelegenheit (neben stĂ€ndigen Rutschpartien mit unserem Gespann) ein wenig die Landschaft zu genießen, und uns ĂŒber die nachkriegszeitĂ€hnlichen ZustĂ€nde zu wundern. Besonders interessant ist auch immer die auf die tonne genau angegebene TragfĂ€higkeit der BrĂŒcke (besonders wenn 2m darauf eine kommt die nicht annĂ€hernd die HĂ€lfte der vorherigen trĂ€gt)

Abends kamen wir dann in Trebic an und konnten endlich den Trabbi verladen (der sogar wieder erwarten ansprang :-) ) Die RĂŒckfahrt war ĂŒber österreichische Straßen vergleichsweiße ruhig, genĂ€chtigt haben wir dann - nachdem Daniel 12 Stunden nahezu durchgefahren ist - in Linz. Heute haben wir dann noch meine Stoßstangen abmontiert und abgeholt (was fĂŒr eine Sauarbeit am Schrottplatz bei dieser KĂ€lte!!) Flugs wurde damit der Trabbi verschönert, und endlich gings heimwĂ€rts, wo wir gegen 15:00 Uhr ankamen. Nach einer kleinen Probefahrt mit dem Trabant und dem ausladen fuhren wir wieder nach MĂŒnchen (ca. 80km) um den AnhĂ€nger zurĂŒckzugeben und einen Sattler aufzusuchen. Dort hab ich mich dann gleich um einen passenden Stoff fĂŒr meinen Dachhimmel umgesehen, den ich wohl bald bestellen werde.


Nach 1200km, gefahren in knapp 20 Stunden und zwei Tagen kamen wir endlich wieder zu hause an. Was fĂŒr ein GefĂŒhl.... :-)
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Aktualisiert ( Mittwoch, 20. Oktober 2010 um 09:30 )

Kommentare  

 
0 #2 profile4354 2018-11-01 09:04
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-1 #1 Daniel 2010-10-20 09:29
Genial,

Diese 2 Tage waren sicher eine der interessanteste n Tage in meinen LEBEN!!!!

Des war so geil und i war total froh dass ihr mit wart!!!

Danke
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